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RB Leipzig hat mit einer Klasseleistung die Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und dem SC Freiburg keine echte Chance gelassen - in der Tabelle sind beide Teams jetzt eng zusammengerückt. Mit dem 3:1 (0:0) feierte Leipzig im achten Heimspiel unter Marco Rose den achten Sieg und steht damit nur noch zwei Punkte hinter Freiburg. Alle Highlights aus erster und zweiter Bundesliga findet ihr immer ab Montagmorgen 0 Uhr in der ARD-Mediathek und auf sportschau.de: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/index.html Wir freuen uns auf euer Abo bei Instagram: https://www.instagram.com/sportschau Checkt unsere Website aus: https://www.sportschau.de Unsere Sportschau-Themenwelt in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sport/ Christian Streich, der in der laufenden Saison wenig Grund zu Veränderungen hatte und weitgehend an seinem personellen und taktischen Gerüst festhielt, überraschte diesmal mit einer neuen Variante: Er opferte in Vincenzo Grifo den besten SC-Torschützen zugunsten von Defensivmann Kiliann Sildillia und stellte - offenbar aus Respekt vor dem Leipziger Angriff um Christopher Nkunku - von Vierer- auf Dreierkette um. Der Respekt erwies sich als berechtigt, auch wenn die Umstellung nicht gerade ein ermutigendes Signal an die eigene Mannschaft war. Nach einer Viertelstunde führte Dominik Szoboszlai einen Freistoß schnell aus und schickte Nkunku auf die Reise. Die Freiburger Abwehr war kurz unsortiert, Nkunku überlupfte Mark Flekken, doch der Ball klatschte an den rechten Pfosten. Freiburg spielte in der Folge zwar ordentlich mit, suchte auch ab und an den Weg nach vorne - doch Chancen ergaben sich allein auf Leipzigs Seite. André Silva war in der 26. Minute nach einem Steilpass von Xaver Schlager frei durch, zielte aber am Tor vorbei. Kurz danach hatte Benjamin Henrichs die Gelegenheit zur Führung, doch auch er verfehlte das Gehäuse des holländischen WM-Kandidaten. Henrichs war erst kurz zuvor eingewechselt worden: Er kam für Joško Gvardiol, der nach einem Zusammenprall mit seinem Kollegen Willi Orban mit einer blutenden Platzwunde am Jochbein ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Auch der Kroate war eigentlich gar nicht für die Startelf von RB vorgesehen gewesen, doch beim Aufwärmen hatte sich Abdou Diallo eine Knieverletzung zugezogen. Von Freiburg kam offensiv gar nichts. 8:1 Torschüsse lautete die Bilanz zur Pause, und auch nach Wiederanpfiff spielte nur der Gastgeber nach vorne. Allein Flekken war es zu verdanken, dass es auch nach der 53. Minute noch 0:0 stand, da lenkte der Keeper mit einem Weltklasse-Reflex einen Nkunku-Schuss noch um den Pfosten. Danach war er aber machtlos - und das gleich zweimal. Binnen 111 Sekunden machte Leipzig aus der Überlegenheit mit einem Doppelschlag eine klare Sache: Mohamed Simakan staubte in der 55. Minute nach einem Eckball ab, nachdem Flekken mal wieder sensationell gegen Nkunku pariert hatte - doch von der Lattenunterkante prallte die Kugel genau zu Simakan. Freiburg fand kein Gegenmittel, keine Entlastung, gab die Bälle im Spielaufbau ungewohnt schnell wieder her - so rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor des Sportclubs zu. Einer der herausragenden Spieler der Saison leitete die Vorentscheidung ein: Szoboszlai setzte Nkunku in Szene, der den genialen Pass per Lupfer über Flekken zum 2:0 verwertete. Die Fronten schienen damit geklärt, doch Freiburg kam aus dem Nichts zurück ins Geschäft. Joker Lucas Höler beschäftigte am Fünfmeterraum der Freiburger gleich zwei Gegenspieler, Marcel Halstenberg wehrte die Kugel genau ins Zentrum zu Lukas Kübler ab, der knallhart abzog - gegen seinen Volleyschuss nach 65 Minuten war Janis Blaswich machtlos. Die Torschussbilanz zu diesem Zeitpunkt lautete inclusive Küblers Kracher 17:2, in Sachen Effektivität konnte man dem Sportclub also wirklich keinen Vorwurf machen. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn war damit zurück, hielt aber nicht allzu lange an: Nach einem ziemlich handelsüblichen Strafraumgerangel zwischen Nicolas Höfler und Nkunku sank der Leipziger dankend zu Boden. Da es einen Minigriff ans Trikot gegriffen hatte, griff der VAR offenbar nicht ein und der Elfmeterpfiff von Harm Osmers hatte Bestand: Emil Forsberg verwandelte kühl zum 3:1-Endstand (78.). Startaufstellungen: RB Leipzig: Blaswich - Simakan, Orban, Gvardiol, Halstenberg - X. Schlager, Kampl, Szoboszlai, Dani Olmo - Nkunku, Silva Trainer: Marco Rose SC Freiburg: Flekken - Kübler, Ginter, Lienhart - Sildillia, Höfler, Günter, M. Eggestein, Doan - Jeong, Gregoritsch Trainer: Christian Streich Schiedsrichter: Harm Osmers #bundesliga
2022-11-09
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